Aktionen

Caminada, Christian: Unterschied zwischen den Versionen

Wechseln zu: Navigation, Suche
[gesichtete Version][gesichtete Version]
K
K
 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
 
=== Autor: Franz Xaver Bischof  |  Stand: 31.12.2011  ===
 
=== Autor: Franz Xaver Bischof  |  Stand: 31.12.2011  ===
__NOTOC__Bischof. *6.1.1876 Surin (Gemeinde Lumbrein, GR), †18.1.1962 Chur, katholisch, Schweizer. Studium der Theologie in Alassio (I) und Chur, 1900 Priesterweihe, 1901 Pfarrer in Dardin (GR), 1905 in Obersaxen (GR), 1912 in Trun (GR), 1919 Domdekan, 1920 Dompfarrer in Chur, 1934–41 Generalvikar, 1941 Wahl und Weihe zum Bischof von Chur. Caminada segnete 1943 in Vaduz die Ehe des Fürsten Franz Josef II. von und zu Liechtenstein mit Gina Gräfin Wilczek ein und taufte 1945 den Erbprinzen Hans-Adam. 1942 und 1949 weihte Caminada in Triesen und Mauren die Altäre der renovierten Pfarrkirchen. 1952 wurde in Liechtenstein mit bischöflicher Zustimmung ein «Landeslaienrat» gegründet. In Caminadas Amtszeit fielen zudem die 1500-Jahr-Feier des Bistums Chur 1950, die Liechtensteinische Landeswallfahrt nach Einsiedeln 1954 und die Gründung des Liechtensteiner Fastenopfers 1961. Ein Merkmal seiner Amtszeit war der Ausbau der Seelsorge im Kanton Zürich, wo sich die Zahl der Katholiken unter ihm fast verdoppelte. Caminada war ein ausgewiesener Kenner der rätischen und religiösen Volkskunde, zu der er auch publizierte. 1942 Ehrendoktor der Universität Freiburg i.Üe.
+
__NOTOC__Bischof. *6.1.1876 Surin (Gemeinde Lumbrein, GR), †18.1.1962 Chur, katholisch, Schweizer. Studium der Theologie in Alassio (I) und Chur, 1900 Priesterweihe, 1901 Pfarrer in Dardin (GR), 1905 in Obersaxen (GR), 1912 in Trun (GR), 1919 Domdekan, 1920 Dompfarrer in Chur, 1934–41 Generalvikar, 1941 Wahl und Weihe zum Bischof von Chur.<br />
 +
 
 +
Caminada segnete 1943 in Vaduz die Ehe des Fürsten Franz Josef II. von und zu Liechtenstein mit Gina Gräfin Wilczek ein und taufte 1945 den Erbprinzen Hans-Adam. 1942 und 1949 weihte Caminada in Triesen und Mauren die Altäre der renovierten Pfarrkirchen. 1952 wurde in Liechtenstein mit bischöflicher Zustimmung ein «Landeslaienrat» gegründet. In Caminadas Amtszeit fielen zudem die 1500-Jahr-Feier des Bistums Chur 1950, die Liechtensteinische Landeswallfahrt nach Einsiedeln 1954 und die Gründung des Liechtensteiner Fastenopfers 1961. Ein Merkmal seiner Amtszeit war der Ausbau der Seelsorge im Kanton Zürich, wo sich die Zahl der Katholiken unter ihm fast verdoppelte.<br />
 +
 
 +
Caminada war ein ausgewiesener Kenner der rätischen und religiösen Volkskunde, zu der er auch publizierte. 1942 Ehrendoktor der Universität Freiburg i.Üe.
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* Filmmaterial: Cinémathèque suisse und [https://www.swiss-archives.ch/archivplansuche.aspx?ID=21686043 Schweizerisches Bundesarchiv, Bern].
+
* Filmmaterial: Cinémathèque suisse und [https://www.swiss-archives.ch/archivplansuche.aspx?ID=21686043 Schweizerisches Bundesarchiv, Bern]: Schweizer Filmwochenschau vom 26.01.1962, Abschied von Bischof Caminada (1001-1).
* Schweizer Filmwochenschau vom 26.01.1962, Abschied von Bischof Caminada (1001-1).
 
  
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
* ''A. Gasser:'' Vom rätischen Fürstbistum zur Schweizer Diözese, in: Studien zur Geschichte des Bistums Chur (451–2001), Hg. M. Durst, 2002, S. 145–174, 160–162.
+
* ''Albert Gasser:'' Vom rätischen Fürstbistum zur schweizerischen Diözese, in: Studien zur Geschichte des Bistums Chur (451–2001), hg. von Michael Durst, Freiburg 2002 (= Schriftenreihe der Theologischen Hochschule Chur, Bd. 1), S. 145–174, hier S. 160–162.
* HS I/1, 504f. <br />
+
* ''Erwin Gatz (Hg.):'' Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder. Ein biographisches Lexikon, Bd. 2: 1945–2001, Berlin 2002, S. 122f.
* ''Gatz:'' Bischöfe 1945–2001, S. 122f. <br />
+
* ''Engelbert Bucher:'' Kirchliches Leben in Liechtenstein 1938–1978, Triesenberg 1978, S. 1–14. <br />
* ''E. Bucher:'' Kirchliches Leben in Liechtenstein 1938–1978, 1978, 1–14. <br />
+
* ''Otto P. Clavadetscher, Werner Kundert:'' Das Bistum Chur, in: Helvetia Sacra, Abteilung 1: Erzbistümer und Bistümer, Bd. 1: Schweizerische Kardinäle. Das Apostolische Gesandtschaftswesen in der Schweiz. Erzbistümer und Bistümer I (Aquileja, Basel, Besançon, Chur), Bern 1972, S. 449–577, hier S. 504f.
 +
 
 
== Zitierweise ==
 
== Zitierweise ==
 
<small>Franz Xaver Bischof, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Caminada,_Christian, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>
 
<small>Franz Xaver Bischof, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Caminada,_Christian, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>

Aktuelle Version vom 19. Mai 2020, 20:55 Uhr

Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. *6.1.1876 Surin (Gemeinde Lumbrein, GR), †18.1.1962 Chur, katholisch, Schweizer. Studium der Theologie in Alassio (I) und Chur, 1900 Priesterweihe, 1901 Pfarrer in Dardin (GR), 1905 in Obersaxen (GR), 1912 in Trun (GR), 1919 Domdekan, 1920 Dompfarrer in Chur, 1934–41 Generalvikar, 1941 Wahl und Weihe zum Bischof von Chur.

Caminada segnete 1943 in Vaduz die Ehe des Fürsten Franz Josef II. von und zu Liechtenstein mit Gina Gräfin Wilczek ein und taufte 1945 den Erbprinzen Hans-Adam. 1942 und 1949 weihte Caminada in Triesen und Mauren die Altäre der renovierten Pfarrkirchen. 1952 wurde in Liechtenstein mit bischöflicher Zustimmung ein «Landeslaienrat» gegründet. In Caminadas Amtszeit fielen zudem die 1500-Jahr-Feier des Bistums Chur 1950, die Liechtensteinische Landeswallfahrt nach Einsiedeln 1954 und die Gründung des Liechtensteiner Fastenopfers 1961. Ein Merkmal seiner Amtszeit war der Ausbau der Seelsorge im Kanton Zürich, wo sich die Zahl der Katholiken unter ihm fast verdoppelte.

Caminada war ein ausgewiesener Kenner der rätischen und religiösen Volkskunde, zu der er auch publizierte. 1942 Ehrendoktor der Universität Freiburg i.Üe.

Quellen

Literatur

  • Albert Gasser: Vom rätischen Fürstbistum zur schweizerischen Diözese, in: Studien zur Geschichte des Bistums Chur (451–2001), hg. von Michael Durst, Freiburg 2002 (= Schriftenreihe der Theologischen Hochschule Chur, Bd. 1), S. 145–174, hier S. 160–162.
  • Erwin Gatz (Hg.): Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder. Ein biographisches Lexikon, Bd. 2: 1945–2001, Berlin 2002, S. 122f.
  • Engelbert Bucher: Kirchliches Leben in Liechtenstein 1938–1978, Triesenberg 1978, S. 1–14.
  • Otto P. Clavadetscher, Werner Kundert: Das Bistum Chur, in: Helvetia Sacra, Abteilung 1: Erzbistümer und Bistümer, Bd. 1: Schweizerische Kardinäle. Das Apostolische Gesandtschaftswesen in der Schweiz. Erzbistümer und Bistümer I (Aquileja, Basel, Besançon, Chur), Bern 1972, S. 449–577, hier S. 504f.

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Caminada, Christian», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Caminada,_Christian, abgerufen am 29.5.2020.

Normdaten

GND: 131015087

Medien

Abschied von Bischof Caminada. Schweizer Filmwochenschau vom 26.1.1962. Informationsportal Memobase.