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Federspiel, Johann Baptist Anton von: Unterschied zwischen den Versionen

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Bischof. *23.10.1708 Fürstenburg (Vinschgau), †27.2.1777 Chur. Neffe [[Federspiel, Ulrich VII. von|Ulrichs VII. von Federspiel]] und des [[Rost, Joseph Benedikt Freiherr (ab 1739 Graf) von|Josef Benedikt von Rost]]. Studium der Philosophie und der Theol. in Innsbruck, Dillingen (D) und als Alumne des Collegium Germanicum in Rom, 1731 Priester, 1743 Domdekan, 1755 Wahl zum Fürstbischof von Chur. Unter Federspiel verbesserten sich die Beziehungen zum Gotteshausbund und zur Stadt Chur. Im Zug des aufgeklärten Staatskirchentums musste er im österreichischen und liechtensteinischen Diözesangebiet die staatliche Kontrolle des Kirchenwesens hinnehmen. Zudem wurde er in Liechtenstein vom Fürsten teilweise an der Visitation gehindert. Seine Proteste wegen Verletzung des Kirchenasyls in Vaduz und Bendern blieben wirkungslos. Mit dem Abt von Ottobeuren hatte er 1764 wegen der Einsetzung eines Pfarrers in Mauren, 1765 wegen des Baus eines neuen Pfarrhauses in Mauren Auseinandersetzungen. 1769 weihte Federspiel die neue Pfarrkirche von Triesenberg. Mit Federspiels Bewilligung kamen 1772 die bis dahin der Familie von Salis gehörenden Zehntrechte in Triesen und Triesenberg in den Besitz der Gemeinde Triesen.
 
Bischof. *23.10.1708 Fürstenburg (Vinschgau), †27.2.1777 Chur. Neffe [[Federspiel, Ulrich VII. von|Ulrichs VII. von Federspiel]] und des [[Rost, Joseph Benedikt Freiherr (ab 1739 Graf) von|Josef Benedikt von Rost]]. Studium der Philosophie und der Theol. in Innsbruck, Dillingen (D) und als Alumne des Collegium Germanicum in Rom, 1731 Priester, 1743 Domdekan, 1755 Wahl zum Fürstbischof von Chur. Unter Federspiel verbesserten sich die Beziehungen zum Gotteshausbund und zur Stadt Chur. Im Zug des aufgeklärten Staatskirchentums musste er im österreichischen und liechtensteinischen Diözesangebiet die staatliche Kontrolle des Kirchenwesens hinnehmen. Zudem wurde er in Liechtenstein vom Fürsten teilweise an der Visitation gehindert. Seine Proteste wegen Verletzung des Kirchenasyls in Vaduz und Bendern blieben wirkungslos. Mit dem Abt von Ottobeuren hatte er 1764 wegen der Einsetzung eines Pfarrers in Mauren, 1765 wegen des Baus eines neuen Pfarrhauses in Mauren Auseinandersetzungen. 1769 weihte Federspiel die neue Pfarrkirche von Triesenberg. Mit Federspiels Bewilligung kamen 1772 die bis dahin der Familie von Salis gehörenden Zehntrechte in Triesen und Triesenberg in den Besitz der Gemeinde Triesen.
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
Büchel: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_2/6/ Triesen], 1902, 41, 80, 81; Büchel: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_15/72/LOG_0006/ Mauren], 1915, 84f., 93f.; HS I/1, 500; Gatz: Bischöfe 1648–1803, 104f.; Kaiser/Brunhart: Geschichte 1, 1989, 514f.
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* Kaiser/Brunhart: Geschichte 1, 1989, 514f.
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* Gatz: Bischöfe 1648–1803, 104f. <br />
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* HS I/1, 500. <br />
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* Büchel: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_15/72/LOG_0006/ Mauren], 1915, 84f., 93f. <br />
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* Büchel: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_2/6/ Triesen], 1902, 41, 80, 81. <br />
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== Zitierweise ==
 
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<small>Franz Xaver Bischof, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Federspiel,_Johann_Baptist_Anton_von, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>
 
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Version vom 3. April 2019, 09:08 Uhr

Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. *23.10.1708 Fürstenburg (Vinschgau), †27.2.1777 Chur. Neffe Ulrichs VII. von Federspiel und des Josef Benedikt von Rost. Studium der Philosophie und der Theol. in Innsbruck, Dillingen (D) und als Alumne des Collegium Germanicum in Rom, 1731 Priester, 1743 Domdekan, 1755 Wahl zum Fürstbischof von Chur. Unter Federspiel verbesserten sich die Beziehungen zum Gotteshausbund und zur Stadt Chur. Im Zug des aufgeklärten Staatskirchentums musste er im österreichischen und liechtensteinischen Diözesangebiet die staatliche Kontrolle des Kirchenwesens hinnehmen. Zudem wurde er in Liechtenstein vom Fürsten teilweise an der Visitation gehindert. Seine Proteste wegen Verletzung des Kirchenasyls in Vaduz und Bendern blieben wirkungslos. Mit dem Abt von Ottobeuren hatte er 1764 wegen der Einsetzung eines Pfarrers in Mauren, 1765 wegen des Baus eines neuen Pfarrhauses in Mauren Auseinandersetzungen. 1769 weihte Federspiel die neue Pfarrkirche von Triesenberg. Mit Federspiels Bewilligung kamen 1772 die bis dahin der Familie von Salis gehörenden Zehntrechte in Triesen und Triesenberg in den Besitz der Gemeinde Triesen.

Literatur

  • Kaiser/Brunhart: Geschichte 1, 1989, 514f.
  • Gatz: Bischöfe 1648–1803, 104f.
  • HS I/1, 500.
  • Büchel: Mauren, 1915, 84f., 93f.
  • Büchel: Triesen, 1902, 41, 80, 81.

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Federspiel, Johann Baptist Anton von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Federspiel,_Johann_Baptist_Anton_von, abgerufen am 29.9.2022.

Normdaten

GND: 116427191