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Garsälli: Unterschied zwischen den Versionen

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== Literatur ==
 
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Klenze: Alpwirthschaft, 1879, 37–42; A. Frick: Die Flurnamen des unteren Saminatals, in: Bergheimat 1976, 33–47; M. Broggi, G. Willi: Die Waldverhältnisse im Triesenberger und Plankner Garsälli, in: Bergheimat 1982, 63–94; FLNB I/2, 88f., 129.
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* ''Hans Stricker, Toni Banzer, Herbert Hilbe:'' Liechtensteiner Namenbuch, Teil I: Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein, Bd. 2: Die Namen der Gemeinden Triesenberg, Vaduz, Schaan, Triesen 1999 (FLNB I/2), S. 88f., 129.<br />
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* ''Mario Broggi, Georg Willi:'' Die Waldverhältnisse im Triesenberger und Plankner Garsälli, in: Bergheimat, Schaan 1982, S. 63–94. <br />
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* ''Alexander Frick:'' Die Flurnamen des unteren Saminatales, in: Bergheimat, Schaan 1976, S. 33–47. <br />
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* ''Hippolyt Ludwig von Klenze:'' Die Alpwirthschaft im Fürstenthume Liechtenstein, ihre Anfänge, Entwicklung und gegenwärtiger Zustand. Eine Skizze landwirthschaftlichen Musterbetriebes, Stuttgart 1879, S. 37–42. <br />
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== Externe Links ==
 
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[http://geodaten.llv.li/geoportal/flurnamenkarte.html Geodatenportal], Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung
 
[http://geodaten.llv.li/geoportal/flurnamenkarte.html Geodatenportal], Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung

Version vom 14. Februar 2020, 16:44 Uhr

Autor: Josef Eberle | Stand: 31.12.2011

Alp im Saminatal, Gemeinde Triesenberg, 930–2123 m ü.M. (Saminabach–Kuhgrat); 465 ha, davon 31,7 ha produktive Weidefläche und 433,3 ha weideuntaugliches Gebiet (Wald, Fels). Grenzt im Norden an das Plankner Garselli, im Süden an Bargälla. Name Garsälli von lateinisch clausum, alträtoromanisch *clusella (kleine Talenge).

Ab 1516 als Eigentum der Triesenberger bzw. Walser erwähnt und im Brandisischen Urbar (1509/17) als herrschaftliches Jagdgebiet sowie als zur Abgabe des Vogelmolkens verpflichtete Alp angeführt. Dürfte das Garsälli früher als Kuhalp genutzt worden sein, ist es in den Alpstatuten von 1867 nur mehr als Galtalp genannt. Die Bewirtschaftung erfolgte ab den 1990er Jahren gemeinsam mit dem Bärgi und in jüngster Zeit mit Bargälla, von wo rund 40 Rinder durch den unwegsamen, bis zum Ausbau des Wegs 1991/92 als gefährlich geltenden «Kamin» aufgetrieben werden. Die max. Bestossung ist auf 35 Grossvieheinheiten festgesetzt. Die auf 1669 m ü.M. liegende Alphütte wurde 2007 unter Rücksichtnahme auf die eingekerbten Zeichen und Spuren der langjährigen Pächter und Hüterbuben renoviert.

In den 1920er Jahren wurde das Holz ausgedehnter Holzschläge durch den Saminabach getriftet (→ Flösserei). Eine forstwirtschaftliche Nutzung ist in den letzten Jahrzehnten unterblieben. Seit dem Jahr 2000 gehört das Garsälli mit 433 ha zum Waldreservat «Garsälli/Zegerberg». Auf 1450 m ü.M. befindet sich eine ehemalige fürstliche Jagdhütte (Fürst-Johannes-Hütte).

Quellen

Literatur

  • Hans Stricker, Toni Banzer, Herbert Hilbe: Liechtensteiner Namenbuch, Teil I: Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein, Bd. 2: Die Namen der Gemeinden Triesenberg, Vaduz, Schaan, Triesen 1999 (FLNB I/2), S. 88f., 129.
  • Mario Broggi, Georg Willi: Die Waldverhältnisse im Triesenberger und Plankner Garsälli, in: Bergheimat, Schaan 1982, S. 63–94.
  • Alexander Frick: Die Flurnamen des unteren Saminatales, in: Bergheimat, Schaan 1976, S. 33–47.
  • Hippolyt Ludwig von Klenze: Die Alpwirthschaft im Fürstenthume Liechtenstein, ihre Anfänge, Entwicklung und gegenwärtiger Zustand. Eine Skizze landwirthschaftlichen Musterbetriebes, Stuttgart 1879, S. 37–42.

Externe Links

Geodatenportal, Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung Liechtensteiner Namenbuch online

Zitierweise

Josef Eberle, «Garsälli», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Garsälli, abgerufen am 25.2.2020.