Aktionen

Gipsabbau: Unterschied zwischen den Versionen

Wechseln zu: Navigation, Suche
[gesichtete Version][gesichtete Version]
 
(Quellen)
 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 2: Zeile 2:
 
__NOTOC__Spätestens seit dem beginnenden 18. Jahrhundert vergab das Rentamt für eine befristete Dauer eine obrigkeitliche Konzession zum Gipsabbau. Die Gipsbrüche befanden sich am rheintalseitigen Abhang des Dreischwesternmassivs oberhalb von Vaduz. Um 1800 errichtete der «Löwen»-Wirt Johann Rheinberger aus Vaduz im oberen Mühleholz eine Gipsmühle zur Verarbeitung des Gipses. Diesen verkaufte er nach Süddeutschland. Nach der Aufhebung des Gipsregals 1871 bedurfte es zum Gipsabbau keiner Konzession mehr. Spätestens in den 1880er Jahren wurde der Gipsabbau aufgegeben. 1902 scheiterte aus finanziellen Gründen ein Projekt einer im Dienst des Gipsabbaus stehenden Drahtseilhängebahn von Masescha nach Vaduz.
 
__NOTOC__Spätestens seit dem beginnenden 18. Jahrhundert vergab das Rentamt für eine befristete Dauer eine obrigkeitliche Konzession zum Gipsabbau. Die Gipsbrüche befanden sich am rheintalseitigen Abhang des Dreischwesternmassivs oberhalb von Vaduz. Um 1800 errichtete der «Löwen»-Wirt Johann Rheinberger aus Vaduz im oberen Mühleholz eine Gipsmühle zur Verarbeitung des Gipses. Diesen verkaufte er nach Süddeutschland. Nach der Aufhebung des Gipsregals 1871 bedurfte es zum Gipsabbau keiner Konzession mehr. Spätestens in den 1880er Jahren wurde der Gipsabbau aufgegeben. 1902 scheiterte aus finanziellen Gründen ein Projekt einer im Dienst des Gipsabbaus stehenden Drahtseilhängebahn von Masescha nach Vaduz.
 
== Archive ==
 
== Archive ==
LI LA.
+
* Liechtensteinisches Landesarchiv, Vaduz (LI LA).
 +
 
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
Hauer/Vogt: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_83/67/LOG_0008/ Lokalisierungs-Bericht 1808], 1983, 90, 91f., 99; Schuppler/Ospelt: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_75/226/LOG_0014/ Beschreibung 1815], 1975, 231, 258f., 358, 373f.; FLNB I/2, 305.
+
Georg Hauer, Paul Vogt: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_83/67/LOG_0008/ Der Lokalisierungs-Bericht von Hofrat Georg Hauer aus dem Jahre 1808], 1983, 90, 91f., 99; <br />
 +
Schuppler/Ospelt: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_75/226/LOG_0014/ Beschreibung 1815], 1975, 231, 258f., 358, 373f.; <br />
 +
FLNB I/2, 305.
 +
 
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
 
E. Schafhauser: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_79/146/LOG_0007/ Ein Stück liechtensteinische Wirtschaftsgeschichte], in: JBL 79 (1979), 151–193, bes. 181–187.
 
E. Schafhauser: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_79/146/LOG_0007/ Ein Stück liechtensteinische Wirtschaftsgeschichte], in: JBL 79 (1979), 151–193, bes. 181–187.
 
== Zitierweise ==
 
== Zitierweise ==
 
<small>Patrick Sele, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Gipsabbau, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>
 
<small>Patrick Sele, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Gipsabbau, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>

Aktuelle Version vom 24. März 2020, 15:28 Uhr

Autor: Patrick Sele | Stand: 31.12.2011

Spätestens seit dem beginnenden 18. Jahrhundert vergab das Rentamt für eine befristete Dauer eine obrigkeitliche Konzession zum Gipsabbau. Die Gipsbrüche befanden sich am rheintalseitigen Abhang des Dreischwesternmassivs oberhalb von Vaduz. Um 1800 errichtete der «Löwen»-Wirt Johann Rheinberger aus Vaduz im oberen Mühleholz eine Gipsmühle zur Verarbeitung des Gipses. Diesen verkaufte er nach Süddeutschland. Nach der Aufhebung des Gipsregals 1871 bedurfte es zum Gipsabbau keiner Konzession mehr. Spätestens in den 1880er Jahren wurde der Gipsabbau aufgegeben. 1902 scheiterte aus finanziellen Gründen ein Projekt einer im Dienst des Gipsabbaus stehenden Drahtseilhängebahn von Masescha nach Vaduz.

Archive

  • Liechtensteinisches Landesarchiv, Vaduz (LI LA).

Quellen

Georg Hauer, Paul Vogt: Der Lokalisierungs-Bericht von Hofrat Georg Hauer aus dem Jahre 1808, 1983, 90, 91f., 99;
Schuppler/Ospelt: Beschreibung 1815, 1975, 231, 258f., 358, 373f.;
FLNB I/2, 305.

Literatur

E. Schafhauser: Ein Stück liechtensteinische Wirtschaftsgeschichte, in: JBL 79 (1979), 151–193, bes. 181–187.

Zitierweise

Patrick Sele, «Gipsabbau», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Gipsabbau, abgerufen am 7.4.2020.