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Guflina: Unterschied zwischen den Versionen

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__NOTOC__Nordöstlicher Teil von [[Gnalp]] und einstiger Weiler nordöstlich oberhalb des Dorfzentrums, Gemeinde Triesenberg, 1280 m ü.M. Name von alträtoromanisch ''*cuvlina'' (kleine Höhle). Guflina gehört zu den 1355 urkundlich erwähnten ersten Walser-Siedlungen (''Guflen'') auf Triesenberg. Das Gebiet war im Besitz des Klosters [[Sankt Luzi (Kloster, Priesterseminar)|St. Luzi]], Chur. Dieses belehnte 1408 den Walser Claus Brunner mit der unteren Guflina und 1417 Heinrich [[Gutenberg, von|von Gutenberg ]] sowie einige seiner Angehörigen mit der oberen Guflina. Die Besiedlung Guflinas ist urkundlich bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts belegt. Der Flurname «Bim Chalchofa» auf Guflina lässt darauf schliessen, dass dort Kalk gebrannt wurde. Auf Guflina spielt die Sage vom ''Riesen von Guflina'', der einen Drachen tötete, welcher wiederholt Vieh gerissen hatte.
 
__NOTOC__Nordöstlicher Teil von [[Gnalp]] und einstiger Weiler nordöstlich oberhalb des Dorfzentrums, Gemeinde Triesenberg, 1280 m ü.M. Name von alträtoromanisch ''*cuvlina'' (kleine Höhle). Guflina gehört zu den 1355 urkundlich erwähnten ersten Walser-Siedlungen (''Guflen'') auf Triesenberg. Das Gebiet war im Besitz des Klosters [[Sankt Luzi (Kloster, Priesterseminar)|St. Luzi]], Chur. Dieses belehnte 1408 den Walser Claus Brunner mit der unteren Guflina und 1417 Heinrich [[Gutenberg, von|von Gutenberg ]] sowie einige seiner Angehörigen mit der oberen Guflina. Die Besiedlung Guflinas ist urkundlich bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts belegt. Der Flurname «Bim Chalchofa» auf Guflina lässt darauf schliessen, dass dort Kalk gebrannt wurde. Auf Guflina spielt die Sage vom ''Riesen von Guflina'', der einen Drachen tötete, welcher wiederholt Vieh gerissen hatte.
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
[http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000020964/1/LOG_0000/ LUB I/1], 458–461; [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000021163/1/LOG_0000/ LUB I/4], 56–66, 168, 189.
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* [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000020964/1/LOG_0000/ Liechtensteinisches Urkundenbuch, Teil I: Von den Anfängen bis zum Tod Bischof Hartmanns von Werdenberg-Sargans-Vaduz 1416], Bd. 1: Aus dem bischöflichen Archiv zu Chur und aus dem Archiv Pfävers in St. Gallen, bearb. von Franz Perret, Vaduz 1948 (LUB I/1), S. 458–461.<br />
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* [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000021163/1/LOG_0000/ Liechtensteinisches Urkundenbuch, Teil I: Von den Anfängen bis zum Tod Bischof Hartmanns von Werdenberg-Sargans-Vaduz 1416], Bd. 4: Aus den Archiven des Fürstentums Liechtenstein, bearb. von Georg Malin, Vaduz 1963/1965 (LUB I/4), S. 56–66, 168, 189.
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
O. Seger: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_65/8/LOG_0006/ Sagen aus Liechtenstein], in: JBL 65 (1966), 13–175, bes. 29f.; E. Bucher: Walsersiedlungen in Liechtenstein, 1992, 44; FLNB I/2, 47, 108f.
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* ''Hans Stricker, Toni Banzer, Herbert Hilbe:'' Liechtensteiner Namenbuch, Teil I: Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein, Bd. 2: Die Namen der Gemeinden Triesenberg, Vaduz, Schaan, Vaduz 1999 (FLNB I/2), S. 47, 108f.<br />
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* ''Engelbert Bucher:'' Walsersiedlungen in Liechtenstein. Werden und Entwicklung, Buchs 1992, S. 44. <br />
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* ''Otto Seger:'' [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_65/8/LOG_0006/ Sagen aus Liechtenstein], in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 65 (1966), S. 13–175, bes. S. 29f. <br />
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== Externe Links ==
 
== Externe Links ==
[http://geodaten.llv.li/geoportal/flurnamenkarte.html Geodatenportal], Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung
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* [http://geodaten.llv.li/geoportal/flurnamenkarte.html Geodatenportal], Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung
[http://namenbuch.gmg.biz/ Liechtensteiner Namenbuch] online
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* [http://namenbuch.gmg.biz/ Liechtensteiner Namenbuch] online
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== Zitierweise ==
 
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<small>Herbert Hilbe, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: <{{VOLLSTÄNDIGE_URL:{{SEITENNAME_URL}}}}>, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>
 
<small>Herbert Hilbe, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: <{{VOLLSTÄNDIGE_URL:{{SEITENNAME_URL}}}}>, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>

Aktuelle Version vom 19. Mai 2020, 11:32 Uhr

Autor: Herbert Hilbe | Stand: 31.12.2011

Nordöstlicher Teil von Gnalp und einstiger Weiler nordöstlich oberhalb des Dorfzentrums, Gemeinde Triesenberg, 1280 m ü.M. Name von alträtoromanisch *cuvlina (kleine Höhle). Guflina gehört zu den 1355 urkundlich erwähnten ersten Walser-Siedlungen (Guflen) auf Triesenberg. Das Gebiet war im Besitz des Klosters St. Luzi, Chur. Dieses belehnte 1408 den Walser Claus Brunner mit der unteren Guflina und 1417 Heinrich von Gutenberg sowie einige seiner Angehörigen mit der oberen Guflina. Die Besiedlung Guflinas ist urkundlich bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts belegt. Der Flurname «Bim Chalchofa» auf Guflina lässt darauf schliessen, dass dort Kalk gebrannt wurde. Auf Guflina spielt die Sage vom Riesen von Guflina, der einen Drachen tötete, welcher wiederholt Vieh gerissen hatte.

Quellen

Literatur

  • Hans Stricker, Toni Banzer, Herbert Hilbe: Liechtensteiner Namenbuch, Teil I: Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein, Bd. 2: Die Namen der Gemeinden Triesenberg, Vaduz, Schaan, Vaduz 1999 (FLNB I/2), S. 47, 108f.
  • Engelbert Bucher: Walsersiedlungen in Liechtenstein. Werden und Entwicklung, Buchs 1992, S. 44.
  • Otto Seger: Sagen aus Liechtenstein, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 65 (1966), S. 13–175, bes. S. 29f.

Externe Links

Zitierweise

Herbert Hilbe, «Guflina», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: <https://historisches-lexikon.li//Guflina>, abgerufen am 29.5.2020.