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Hohenems, Franz Wilhelm II. von: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Achtung, die Franz Wilhelm II. v.a. vom Kaiser entgegengebracht worden war, hatte ihn als Hoffnungsträger erscheinen lassen, der vielleicht das Haus Hohenems vor dem Abstieg hätte bewahren können. Für die Landesgeschichte liegt seine Bedeutung nicht zuletzt in der ehelichen Verbindung mit dem Haus [[Liechtenstein, von|Liechtenstein]]; diese Ehe, auch wenn sie infolge des vorzeitigen Todes des Grafen nur wenige Monate währte, erleichterte den Übergang von Vaduz und Schellenberg an die Liechtensteiner.
 
Die Achtung, die Franz Wilhelm II. v.a. vom Kaiser entgegengebracht worden war, hatte ihn als Hoffnungsträger erscheinen lassen, der vielleicht das Haus Hohenems vor dem Abstieg hätte bewahren können. Für die Landesgeschichte liegt seine Bedeutung nicht zuletzt in der ehelichen Verbindung mit dem Haus [[Liechtenstein, von|Liechtenstein]]; diese Ehe, auch wenn sie infolge des vorzeitigen Todes des Grafen nur wenige Monate währte, erleichterte den Übergang von Vaduz und Schellenberg an die Liechtensteiner.
 
==Archive==
 
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Hausarchiv der Grafen von Hohenems im VLA.  
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* Hausarchiv der Grafen von Hohenems im Vorarlberger Landes Archiv (VLA).
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==Quellen==
 
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Kaufvertrag der Herrschaft Schellenberg 1699, Bearb. C. Gurt, 1999, S. 133–136.  
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* Kaufvertrag der Herrschaft Schellenberg 1699, hg. vom Liechtenstein-Institut, bearb. von Claudius Gurt, Vaduz 1999, S. 133–136.
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==Literatur==
 
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''Květa Křížová, David Junek:'' Gemäldegalerie der Grafen von Hohenems: Katalog zur ständigen Schausammlung, Städtisches Museum und Galerie Polička, Polička 1999.<br />
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* ''Květa Křížová, David Junek:'' Gemäldegalerie der Grafen von Hohenems, Katalog zur ständigen Schausammlung, Städtisches Museum und Galerie Polička, Polička 1999.<br />
 
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* ''Peter Kaiser:'' Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein. Nebst Schilderungen aus Churrätien's Vorzeit, Chur 1847, neu hg. von Arthur Brunhart, Bd. 1, Vaduz 1989, S. 455–457.<br />
''Peter Kaiser:'' Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein. Nebst Schilderungen aus Churrätien's Vorzeit, Chur 1847, neu hg. von Arthur Brunhart, Bd. 1, Vaduz 1989, S. 455–457.<br />
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* ''Ludwig Welti:'' Die Entwicklung von Hohenems zur reichsfreien Residenz, in: Hohenems. Gesamtdarstellung, Bd. 1: Geschichte, Hohenems 1975, S. 17–170, hier S. 50.<br />
 
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* ''Ludwig Welti:'' Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau. Ein Beitrag zur Einigungsgeschichte Vorarlbergs, Innsbruck 1930, S. 150f.<br />
''Ludwig Welti:'' Die Entwicklung von Hohenems zur reichsfreien Residenz, in: Hohenems 1, 1975, S. 17–170, bes. S. 50.<br />
 
  
''Ludwig Welti:'' Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau – ein Beitrag zur Einigungsgeschichte Vorarlbergs, 1930, S. 150f.<br />
 
 
== Zitierweise ==
 
== Zitierweise ==
 
<small>Karl Heinz Burmeister, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL:  https://historisches-lexikon.li/Hohenems,_Franz_Wilhelm_II._von, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>
 
<small>Karl Heinz Burmeister, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL:  https://historisches-lexikon.li/Hohenems,_Franz_Wilhelm_II._von, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>

Aktuelle Version vom 30. Juni 2020, 14:52 Uhr

Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011

*1654, †27.8.1691 Peterwardein (Petrovaradin, heute zu Novi Sad in Serbien) nach der Schlacht bei Slankamen. Sohn des Franz Wilhelm I. und der Eleonora Katharina Landgräfin von Fürstenberg, vier Geschwister, u.a. Ferdinand Karl und Jakob Hannibal III. 3.4.1691 Aloisia Josepha von Liechtenstein (*1670, †29.8.1736), ein Sohn.

Franz Wilhelm II. widmete sich ganz einer militärischen Laufbahn. Wir finden ihn 1674 als Fähnrich in einer Kompanie des Starnbergischen Regiments in Dôle (Burgund). Als kaiserlicher Kämmerer und kriegserfahrener Offizier (Oberstleutnant und Kommandant des Pfalz-Neuburgischen Kürassier-Regiments) stand er beim Kaiser in hoher Achtung. Dies hatte zur Folge, dass der Kaiser ihn nach der Flucht des in Hohenems regierenden Grafen Franz Karl Anton (1650–1713) nach Heerbrugg 1687 am 1.7.1688 mit der Verwahrung der Festung Hohenems und der Verwaltung der Grafschaft Hohenems beauftragte und ihn somit seinem älteren Bruder Jakob Hannibal III. vorzog, der sich in Hohenems als Landesherr etablieren wollte. Am 9.4.1688 schlossen Franz Wilhelm II. und Jakob Hannibal III. mit den Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg einen Steuervertrag (→ «Schnitz»). Am 27.8.1691 fiel Franz Wilhelm II., Administrator der Grafschaft Hohenems, gegen die Türken.

Die Achtung, die Franz Wilhelm II. v.a. vom Kaiser entgegengebracht worden war, hatte ihn als Hoffnungsträger erscheinen lassen, der vielleicht das Haus Hohenems vor dem Abstieg hätte bewahren können. Für die Landesgeschichte liegt seine Bedeutung nicht zuletzt in der ehelichen Verbindung mit dem Haus Liechtenstein; diese Ehe, auch wenn sie infolge des vorzeitigen Todes des Grafen nur wenige Monate währte, erleichterte den Übergang von Vaduz und Schellenberg an die Liechtensteiner.

Archive

  • Hausarchiv der Grafen von Hohenems im Vorarlberger Landes Archiv (VLA).

Quellen

  • Kaufvertrag der Herrschaft Schellenberg 1699, hg. vom Liechtenstein-Institut, bearb. von Claudius Gurt, Vaduz 1999, S. 133–136.

Literatur

  • Květa Křížová, David Junek: Gemäldegalerie der Grafen von Hohenems, Katalog zur ständigen Schausammlung, Städtisches Museum und Galerie Polička, Polička 1999.
  • Peter Kaiser: Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein. Nebst Schilderungen aus Churrätien's Vorzeit, Chur 1847, neu hg. von Arthur Brunhart, Bd. 1, Vaduz 1989, S. 455–457.
  • Ludwig Welti: Die Entwicklung von Hohenems zur reichsfreien Residenz, in: Hohenems. Gesamtdarstellung, Bd. 1: Geschichte, Hohenems 1975, S. 17–170, hier S. 50.
  • Ludwig Welti: Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau. Ein Beitrag zur Einigungsgeschichte Vorarlbergs, Innsbruck 1930, S. 150f.

Zitierweise

Karl Heinz Burmeister, «Hohenems, Franz Wilhelm II. von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Hohenems,_Franz_Wilhelm_II._von, abgerufen am 2.7.2020.

Medien

Franz Wilhelm II. von Hohenems, 1691. Ölgemälde eines unbekannten Künstlers. © Städtisches Museum und Galerie Polička (G os 150).