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Iter, Lucius

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Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. †4.12.1549. Ab 1509 Studium in Köln (Mag. phil.). 1507 Domkustos, 1537 Dompropst in Chur. Iter harrte während der Reformation als einer der wenigen Domherren in der bischöflichen Residenz aus. Anlässlich seiner Bischofswahl verlangte der Gotteshausbund in der Wahlkapitulation der «Sechs Artikel» von 1541 Mitverwaltung an Hochstift und Bistum und behauptete den Status quo in Glaubenssachen für Bünden. Iter rettete mit der Annahme der aufgezwungenen Bedingungen die Restexistenz des Hochstifts und wohl zugleich das Bistum vor der Aufhebung in den Drei Bünden, vermochte das weitere Vordringen der Reformation jedoch nicht zu hindern. 1544 übergab Iter Balthasar von Ramschwag das Zehntlehen in Triesenberg und den Triesner Zehnten unter dem Wald.

Literatur

  • Erwin Gatz (Hg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1448 bis 1648. Ein biographisches Lexikon, Berlin 1996, S. 332f.
  • Otto P. Clavadetscher, Werner Kundert: Das Bistum Chur, in: Helvetia Sacra, Abteilung 1: Erzbistümer und Bistümer, Bd. 1: Schweizerische Kardinäle. Das Apostolische Gesandtschaftswesen in der Schweiz. Erzbistümer und Bistümer I (Aquileja, Basel, Besançon, Chur), Bern 1972, S. 449–577, hier S. 494f.
  • Johann Baptist Büchel: Geschichte der Pfarrei Triesen, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 2 (1902), S. 3–308, hier S. 37f.

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Iter, Lucius», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Iter,_Lucius, abgerufen am 27.6.2022.