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Jesuiten

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Autor: Franz Näscher | Stand: 31.12.2011

Der Orden der Gesellschaft Jesu ging aus einer in Paris um den hl. Ignatius von Loyola (1491–1556) entstandenen Gruppe von sechs Gefährten hervor, die sich am 15.8.1534 durch ein Gelübde auf dem Montmartre verbunden hatten. Der Orden spielte in der Gegenreformation eine bedeutende Rolle. Den Zeiterfordernissen entsprechend entwickelte er eine vielseitige, rege Tätigkeit, v.a. im Bildungsbereich. Für Liechtenstein war das 1649 gegründete Gymnasium der Jesuiten in Feldkirch von Bedeutung, das bereits 1653 zum Lyzeum und 1763 durch theologische Kurse zur Ausbildung von Priestern erweitert wurde. 1773 erfolgte die vorübergehende Aufhebung des Jesuitenordens. Erst 1856 kam es zur Wiedereinrichtung des Kollegs in Feldkirch, der Stella Matutina, das 1976 wegen Nachwuchsmangels geschlossen wurde. 1941 verliessen die Schweizer Jesuiten unter dem immer stärker werdenden Druck der Nationalsozialisten Feldkirch. Auf ihr Ersuchen hin stellten ihnen die Salettiner das Missionshaus Gutenberg in Balzers als Noviziat zur Verfügung, das 1945 nach Freiburg i.Üe. verlegt wurde. Der erste Jesuit aus Liechtenstein war der 1673 eingetretene Bruder Benedikt Wanger aus Eschen; ihm folgten bis heute acht Jesuiten aus Liechtenstein.

Archive

  • Archiv der Jesuiten, Zürich.

Literatur

  • 350 Jahre Jesuiten in Feldkirch 1649–1999, Ausstellungskatalog Feldkirch, bearb. von Gerhard Podhradsky, Feldkirch 1999.

Zitierweise

Franz Näscher, «Jesuiten», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Jesuiten, abgerufen am 27.6.2022.