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[[Datei:Grafik 65J-Lawenawerk.jpg|miniatur|Das Lawenawerk nach dem Ausbau von 1985–1987: Einzugsgebiet im Lawenatal, Fassung, Wasserschloss (1380 m.ü.M.), Druckleitung und Maschinenhaus (500 m.ü.M.) (© Lawena Museum, Triesen).]]

Version vom 19. Januar 2022, 13:24 Uhr

Autor: Oliver Stahl | Stand: 31.12.2011

Wasserkraftwerk der Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) in Triesen, 500 m ü.M.; Inbetriebnahme 1927, Erneuerung 1985–87. Das Wasser wird im Lawenatal auf 1389 m ü.M. gefasst und in einem 768 m langen Reservoirstollen gespeichert. Vom Wasserschloss Münz (1380 m ü.M.) führt eine 2058 m lange Druckleitung zum Maschinenhaus in Triesen.

Erste Projekte privater Investoren für ein Lawenakraftwerk in den Jahren 1880–81, 1892 und 1911 kamen nicht zur Ausführung. 1912 ergriff Landtagspräsident Albert Schädler die Initiative zum Bau des Lawenawerks durch den Staat. Der Landtag beschloss 1914 den Bau des Lawenawerks nach Plänen des Schweizer Ingenieurs Louis Kürsteiner. Die Arbeiten (Quellfassung) wurden sogleich aufgenommen. Nach einem Baustopp während des Ersten Weltkriegs wurde das Projekt 1919 trotz ungeklärter Finanzierung fortgesetzt, wobei man zuerst das elektrische Verteilnetz erstellte (→ Elektrifizierung). Im Sommer 1921 musste der Kraftwerksbau wegen Zahlungsunfähigkeit des Landes eingestellt werden. Am 20.12.1922 beschloss der Landtag die Gründung des selbständigen Landesunternehmens «Landeswerk Lawena» (im Volksmund «Lawenawerk»), das vorerst nur das neu erstellte Leitungsnetz betrieb. Über die Weiterführung des Kraftwerkbaus wurden 1923–25 vier unabhängige Gutachten erstellt, die alle dessen wirtschaftliche Notwendigkeit zeigten. Am 29.8.1925 beschloss der Landtag den Bau des Lawenawerks; die Volksabstimmung vom 13.9.1925 brachte ein knappes Ja. Die Volkspartei befürwortete das Projekt, die Bürgerpartei empfahl, leer einzulegen. Mit dem Bau wurde sofort begonnen, am 6.1.1927 erfolgte die erste Stromabgabe. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,5 Mio. Fr., wovon 1 Mio. Fr. durch eine Landesanleihe bei der Schweizerischen Volksbank finanziert wurde.

Literatur

  • 75 Jahre Liechtensteinische Kraftwerke 1923–1998, Hg. Liechtensteinische Kraftwerke, Schaan 1998.
  • 65 Jahre Lawenawerk, Hg. Liechtensteinische Kraftwerke, Vaduz 1988.
  • Benno Beck: Die Elektrizitätswirtschaft im Fürstentum Liechtenstein, Schaan 1965 (Diss.).
  • Emanuel Vogt: 40 Jahre Liechtensteinische Kraftwerke 1922–1962, Schaan 1962.
  • Liechtensteinische Kraftwerke, Geschäftsberichte LKW 1947–.
  • Historisch-bibliographisches Lexikon der Schweiz (HBLS), Bd. 4, S. 558.

Zitierweise

Oliver Stahl, «Lawenawerk», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Lawenawerk, abgerufen am 26.6.2022.

Medien

Maschinenhaus des Landeswerks Lawena (rechts) in Triesen kurz vor dem Ende der Bauarbeiten, 1926 (LI LA). Foto: Fr. Schmelhaus, Zürich.
Bau des Lawenawerks, links Bauunternehmer Franz Joseph Beck, Chur, in der Mitte Ingenieur J. Weber, Zürich, 1926 (Liechtensteinisches Landesarchiv, B 521/009/003, Foto: Landesarchiv / Fr. Schmelhaus, Zürich).
Das Lawenawerk nach dem Ausbau von 1985–1987: Einzugsgebiet im Lawenatal, Fassung, Wasserschloss (1380 m.ü.M.), Druckleitung und Maschinenhaus (500 m.ü.M.) (© Lawena Museum, Triesen).