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Marianische Kongregation

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Autorin: Julia Frick | Stand: 31.12.2011

Die Marianische Kongregation oder Jungfrauenkongregation war eine Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in fast allen liechtensteinischen Pfarreien von Seelsorgern gegründete kirchliche, kulturelle und gemeinnützige Vereinigung für schulentlassene und unverheiratete Frauen. Ziele waren die sittlich-religiöse Unterweisung, das gesellige Beisammensein sowie die Veranstaltung von Theateraufführungen und Wallfahrten. Der Pfarrer oder Kaplan hatte als Präses grossen Einfluss auf das Vereinsgeschehen. 1955 schlossen sich die Marianischen Kongregationen zum Liechtensteinischen Landesverband der Marianischen Kongregationen zusammen, der bis 1971 aktiv war. In den 1960er Jahren lösten sich die meisten Jungfrauenkongregationen auf, andere schlossen sich 1971 der Liechtensteinischen Kirchlichen Jugendbewegung an. Vorbild der Marianischen Kongregationen waren die von den Jesuiten, erstmals 1563 von J. Leunis, an den Orten ihrer Tätigkeit gegründeten Laiengruppen.

Literatur

  • Veronika Marxer, Helen Marxer-Bulloni, Andrea Willi: Inventur. Zur Situation der Frauen in Liechtenstein, hg. vom Frauenprojekt Liechtenstein, Bern/Dortmund 1994, S. 147–149.
  • Walter Kranz: Die Jugendverbände, in: Fürstentum Liechtenstein. Eine Dokumentation, hg. von der Presse- und Informationsstelle der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz 81982, S. 134–138.

Zitierweise

Julia Frick, «Marianische Kongregation», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Marianische_Kongregation, abgerufen am 12.8.2022.