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Tübingen, von

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Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011

Grafengeschlecht. Die im 11. Jahrhundert um Tübingen begüterten und weitverzweigten Grafen (Ursprung möglicherweise im Nagoldgau) brachten vor 1146 die schwäbische Pfalzgrafenwürde an sich und kamen zu Einfluss am staufischen Hof. Pfalzgraf Hugo (†1182) war verheiratet mit Elisabeth, der Tochter des letzten Grafen von Bregenz, um dessen Erbe er einen langen Kampf führte. Nach seinem Tod regierten seine Söhne zunächst gemeinsam, teilten dann das Erbe aber so, dass der ältere Rudolf das Tübinger Erbe mit der Pfalzgrafenwürde erhielt, der jüngere Hugo das Bregenzer Erbe, besonders die Grafschaft Unterrätien. Seit 1200 nannte sich Letzterer Hugo von Montfort und begründete eine neue Dynastie. Vom Gonfanon der Pfalzgrafen von Tübingen leiten alle Grafen von Montfort und von Werdenberg ihr Wappen her (mit entsprechenden Farbabscheidungen).

Literatur

L. Schmid: Geschichte der Pfalzgrafen von Tübingen, 1853.

Zitierweise

Karl Heinz Burmeister, «Tübingen, von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Tübingen,_von, abgerufen am 20.5.2019.