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Wolfinger, Josef Anton: Unterschied zwischen den Versionen

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Wolfinger war 1850–63 Beirat und 1863–65 Präses des 1850 gegründeten Liechtensteinischen Priesterkapitels, 1854–70 nichtresidierender Domherr von Chur, 1858–65 bischöflicher Landesvikar. 1832–35 und 1857–61 geistlicher Deputierter im liechtensteinischen Ständelandtag. 1849 wurde Wolfinger in den Landrat gewählt, trat aber sogleich zurück. Die Ernennung zum fürstlichen Landtagsabgeordneten 1862 nahm er nicht an. Als Verfechter des konstitutionellen Gedankens arbeitete er am Entwurf der Verfassung von 1862 mit und war ab Oktober 1861 Präsident des Verfassungsausschusses. Wolfinger gilt als grosser Förderer des liechtensteinischen Schulwesens: 1852 und 1857 Mitarbeit an einem Schulgesetz, 1854–57 Schulvisitator, 1857–59 Schuloberinspektor, 1859–64 Landesschulrat, 1859–64 Direktor der neu gegründeten Landeshauptschule in Vaduz.
 
Wolfinger war 1850–63 Beirat und 1863–65 Präses des 1850 gegründeten Liechtensteinischen Priesterkapitels, 1854–70 nichtresidierender Domherr von Chur, 1858–65 bischöflicher Landesvikar. 1832–35 und 1857–61 geistlicher Deputierter im liechtensteinischen Ständelandtag. 1849 wurde Wolfinger in den Landrat gewählt, trat aber sogleich zurück. Die Ernennung zum fürstlichen Landtagsabgeordneten 1862 nahm er nicht an. Als Verfechter des konstitutionellen Gedankens arbeitete er am Entwurf der Verfassung von 1862 mit und war ab Oktober 1861 Präsident des Verfassungsausschusses. Wolfinger gilt als grosser Förderer des liechtensteinischen Schulwesens: 1852 und 1857 Mitarbeit an einem Schulgesetz, 1854–57 Schulvisitator, 1857–59 Schuloberinspektor, 1859–64 Landesschulrat, 1859–64 Direktor der neu gegründeten Landeshauptschule in Vaduz.
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
J.F. Fetz: Leitfaden zur Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein, 1882, 345; Büchel: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_27/15/LOG_0007/ Schaan], 1927, 54, 103f.; G. Martin: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_67/108/LOG_0009/ Liechtensteiner Pädagogen im Ausland], in: JBL 67 (1967), 111–180, bes. 154f.; Geiger: [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_70/7/LOG_0006/ Geschichte], 1970, 161, 227–29, 265f.; H. Brunhart: Kanonikus Josef Anton Wolfinger (1798–1870), in: BNjbl. 4 (1998), 27–38; Näscher: Beiträge 2, 2009, 475f.
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*''Franz Näscher: ''[https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000469173/1/LOG_0000/ Beiträge zur  Kirchengeschichte Liechtensteins], Bd. 2: Berufungen aus den Gemeinden, Vaduz 2009, S. 475f.
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* ''H. Brunhart:'' Kanonikus Josef Anton Wolfinger (1798–1870), in: Balzner Neujahrsblätter 4 (1998), S. 27–38.
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* ''Peter Geiger:'' [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_70/7/LOG_0006/ Geschichte des Fürstentums Liechtenstein 1848 bis 1866], in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 70 (1970), S. 5–418, hier S. 161, 227–29, 265f.<br />
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* ''Graham Martin:'' [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_67/108/LOG_0009/ Liechtensteiner Pädagogen im Ausland], in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 67 (1967), S. 111–180, bes. 154f.
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* ''Johann Baptist Büchel:'' [http://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000000453_27/15/LOG_0007/ Geschichte der Pfarrei Schaan], in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 27 (1927), S. 15–134, hier S. 54, 103f.
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* ''J.F. Fetz:'' Leitfaden zur Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein, 1882, S. 345.
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== Zitierweise ==
 
== Zitierweise ==
 
<small>Franz Näscher, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Wolfinger,_Josef_Anton, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>
 
<small>Franz Näscher, «{{SEITENNAME}}», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Wolfinger,_Josef_Anton, abgerufen am {{JETZIGER_TAG}}.{{JETZIGER_MONAT_1}}.{{JETZIGES_JAHR}}.</small>

Aktuelle Version vom 24. Februar 2022, 14:43 Uhr

Autor: Franz Näscher | Stand: 31.12.2011

Priester. *22.1.1798 Balzers, †6.8.1870 Ottobeuren (Bayern), katholisch, von Balzers. Sohn des Andreas Leonhard und der Maria Josefa, geb. Vogt, elf Geschwister. 1811–20 Stipendiat der Kriss’schen Stiftung, Studium der Theologie in Chur, Priesterweihe am 22.4.1821. 1821–23 Lehrer am katholischen Kantonsgymnasium in St. Gallen; 1823–27 Pfarrer in Muolen (SG), 1827–32 in St. Peterzell (SG), 1832–36 in Bendern. 1836–42 Kuratprovisor in Vaduz. Nach der Errichtung der Kuratie Vaduz und deren Loslösung von der Pfarrei Schaan am 31.7.1842 Kurat in Vaduz bis 1864; 1864–65 Hofkaplan-Provisor in Schaan. 1865–66 Ruhestand in Ravensburg (D); ab 1866 Hausgeistlicher und Religionslehrer in Klosterwald bei Ottobeuren.

Wolfinger war 1850–63 Beirat und 1863–65 Präses des 1850 gegründeten Liechtensteinischen Priesterkapitels, 1854–70 nichtresidierender Domherr von Chur, 1858–65 bischöflicher Landesvikar. 1832–35 und 1857–61 geistlicher Deputierter im liechtensteinischen Ständelandtag. 1849 wurde Wolfinger in den Landrat gewählt, trat aber sogleich zurück. Die Ernennung zum fürstlichen Landtagsabgeordneten 1862 nahm er nicht an. Als Verfechter des konstitutionellen Gedankens arbeitete er am Entwurf der Verfassung von 1862 mit und war ab Oktober 1861 Präsident des Verfassungsausschusses. Wolfinger gilt als grosser Förderer des liechtensteinischen Schulwesens: 1852 und 1857 Mitarbeit an einem Schulgesetz, 1854–57 Schulvisitator, 1857–59 Schuloberinspektor, 1859–64 Landesschulrat, 1859–64 Direktor der neu gegründeten Landeshauptschule in Vaduz.

Literatur

  • Franz Näscher: Beiträge zur Kirchengeschichte Liechtensteins, Bd. 2: Berufungen aus den Gemeinden, Vaduz 2009, S. 475f.
  • H. Brunhart: Kanonikus Josef Anton Wolfinger (1798–1870), in: Balzner Neujahrsblätter 4 (1998), S. 27–38.
  • Peter Geiger: Geschichte des Fürstentums Liechtenstein 1848 bis 1866, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 70 (1970), S. 5–418, hier S. 161, 227–29, 265f.
  • Graham Martin: Liechtensteiner Pädagogen im Ausland, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 67 (1967), S. 111–180, bes. 154f.
  • Johann Baptist Büchel: Geschichte der Pfarrei Schaan, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 27 (1927), S. 15–134, hier S. 54, 103f.
  • J.F. Fetz: Leitfaden zur Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein, 1882, S. 345.

Zitierweise

Franz Näscher, «Wolfinger, Josef Anton», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Wolfinger,_Josef_Anton, abgerufen am 12.8.2022.